Dienstag, 06 Februar 2018 14:59

Meine Art Hochzeiten zu fotografieren Empfehlung

geschrieben von
Artikel bewerten
(1 Stimme)

Was macht eigentliche gute Portrait - und Hochzeitsfotografie aus?

Diese Frage habe ich mir schon vor Jahren gestellt. Was wäre das höchste Ziel in der Portrait - und Hochzeitsfotografie? 

Ich denke man sollte Aufnahmen erstellen die die Charaktere der Models zeigen. Sie sollten sich in den Aufnahmen wiedererkennen. Man sollte in ihre Seele blicken können.

Warum sollte man ein Brautpaar in einem botischen Garten fotografieren, wenn das Brautpaar sich garnicht für Botanik interessiert? Warum sollte man ein Brautpaar auf einer Burg fotografieren zu der sie keinen Bezug haben?

Um so individuelle Fotos zu erstellen muß ich sehr viel mehr vom Brautpaar wissen, deshalb führe ich immer 2-3 Vorgespräche; meist über 2 Stunden. Was macht das Paar beruflich? Was machen sie in ihrer Freizeit? Wie haben sie sich kennen gelernt, etc.? Während jeden Gespräches mache ich mir Stichpunkte. Zum 2. Gespräch bitte ich das Brautpaar um ein kleines Brainstorming; jeder charakterisiert seinen Partner und macht ein paar Stichpunkte. (unabhängig von einander).

Dabei ist schon so einiges interessantes zu Tage gekommen; so hatte ich letztens die Stichpunkte einer Braut über ihren Partner in der Hand, auf dem stand an erster Stelle:"Ich habe noch nie jemanden kennen gelernt, der so viele Schnürsenkel zerreißt".

Mit all meinen Stichpunkten setze ich mich zu Hause in mein Musikzimmer und erstelle, meist mit unmengen an Kaffee und schöner, inspirierender Musik, ein Aufnahmekonzept das ich mit dem Brautpaar bespreche. Berufsfotografen erinnern sich jetzt wohl an ihre Berufsschulzeit. Mussten wir doch häufig die so gehassten Ausnahmenkonzepte zu einem Thema schreiben und bewerten lassen. Wenn es schlimm kam, musste wir die auch noch fotografisch umsetzen.

Auch muß die Frage geklärt werden, fotografieren wir digital oder analog. Ein analoges Shooting ist viel aufwendiger und schwieriger aber natürlich erhält man echte, wertvolle Unikate.

In der digitalen Fotografie verzichte ich gerne auf die angeblich so "kreativen" Lightroomfilter. Ich gestalte meine Fotos lieber selber; dafür haben wir ja in der Berufsschule und der Meisterschule das Fach Gestaltungslehre gehabet.

Die analogen Serien werden übrigens im eigenen Labor auch weiter analog ausgearbeitet; dh. nicht gescannt.

Aktuell hat sich ein Brautpaar für ein gänzlich analoges Hochzeitsshooting entschieden. Da beide leidenschaftliche Köche sind, wird ein Teil des Shooting in ihrer Küche stattfinden. Das wird dieses Jahr sicher mein persönliches Highlite.

Peter Berger

Gelesen 2049 mal Letzte Änderung am Dienstag, 03 Juli 2018 09:53

1 Kommentar

  • Kommentar-Link Templin Mittwoch, 07 Februar 2018 11:56 gepostet von Templin

    Gutes Design

Schreibe einen Kommentar

Bitte achten Sie darauf, alle Felder mit einem Stern (*) auszufüllen. HTML-Code ist nicht erlaubt.